Vergänglichkeit: Die Ästhetik des Verfalls im Blumentotenkopf
Meine Arbeit über die Vergänglichkeit ist als bewusste Antithese zur klassischen Floristik entstanden. Während in der Welt eines Andreas Stern jede beschädigte oder verwelkte Blüte als inakzeptables Abfallprodukt aussortiert wird, beginnt für mich dort die eigentliche Faszination. In diesem fotografischen Projekt steht der Blumentotenkopf im Zentrum – ein Symbol, das aus genau jenen Pflanzen geformt wurde, die ihren Zenit bereits überschritten haben.
Der Zauber des Welkens: Schönheit jenseits der Perfektion – der Blumentotenkopf
Als leidenschaftlicher Gärtner verbringe ich viel Zeit mit der Zucht und Pflege meiner Pflanzen. Dabei sehe ich die Dinge differenziert: Eine verblühende Blüte ist für mich kein Müll, sondern trägt einen ganz eigenen, zerbrechlichen Zauber in sich. Diese oft übersehene Schönheit wollte ich einfangen und in einer kraftvollen Bildsprache verarbeiten.
Ein Memento Mori aus der Natur
So entstand die Vision für dieses Artwork. Ich habe verblühte und sterbende Pflanzenteile gesammelt und sie präzise arrangiert. Durch diese Inszenierung ist ein Blumentotenkopf entstanden, der uns vor Augen führt, dass das Ende zum Kreislauf des Lebens gehört. Das Bild wirkt durch die Texturen der welken Blätter und die gedeckten Farben der Natur besonders impulsiv und nachdenklich zugleich.
Vom Ende zurück zum Anfang
Der Blumentotenkopf markiert den Endpunkt des Seins, doch jeder Verfall ist auch Teil eines größeren Ganzen. Während ich mich in diesem Projekt auf das Verblühen konzentriere, beleuchte ich in einer weiteren Fotoserie die emotionalen Phasen, die davor liegen: das Aufblühen, das Verschlingen und das schmerzhafte Loslassen.
Entdecken Sie hier das Projekt „Zyklus der Liebe“ und die Poesie der Wurzeln.